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Im kurzen Spiel entscheidet sich der Score: Chips, Pitches und Bunkerschläge machen einen großen Teil aller Schläge aus. Die richtigen Wedges helfen dir, den Ball aus jeder Lage nah an die Fahne zu bringen – und aus dem Bunker überhaupt erst herauszukommen.
In diesem Ratgeber erklären wir die verschiedenen Wedge-Typen, die wichtigsten Begriffe (Loft, Bounce, Grind) und stellen empfehlenswerte Modelle vor – vom verzeihenden Einsteiger-Wedge bis zum Tour-Wedge.
Unsere Empfehlungen auf einen Blick
Cleveland Smart Sole 4.0
Extra breite Sohle – verzeiht fast alles, auch im Bunker.
Bei Amazon ansehenWelche Wedges gibt es?
| Wedge | Typischer Loft | Einsatz |
|---|---|---|
| Pitching Wedge (PW) | ca. 44–48° | Volle Schläge, längere Chips |
| Gap Wedge (GW/AW) | ca. 50–52° | Schließt die Distanzlücke zwischen PW und SW |
| Sand Wedge (SW) | ca. 54–56° | Bunker, Pitches, Chips |
| Lob Wedge (LW) | ca. 58–60° | Hohe, weiche Bälle über Hindernisse |
Das Pitching Wedge ist meist im Eisensatz enthalten. Viele Golfer ergänzen ein Sand Wedge – und später ein Gap Wedge, wenn die Lücke zum Pitching Wedge zu groß ist. Faustregel: Zwischen zwei Wedges sollten etwa 4 bis 6 Grad Loft liegen.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Bounce
Der Bounce ist der Winkel zwischen Vorderkante und tiefstem Punkt der Sohle. Er verhindert, dass sich das Wedge in Sand oder weiches Gras eingräbt.
- Viel Bounce (ca. 12° und mehr): verzeihend, gut für weichen Sand, weiches Gras und steile Schwünge.
- Wenig Bounce (ca. 4–8°): gut für harte Böden, feste Bunker und flache Schwünge – aber weniger fehlertolerant.
Für die meisten Amateure ist ein mittlerer bis hoher Bounce die sichere Wahl, besonders beim Sand Wedge.
Grind
Der Grind ist die Form der Sohle. Unterschiedliche Grinds erleichtern es, die Schlagfläche zu öffnen oder aus bestimmten Lagen zu spielen. Für Einsteiger ist das zweitrangig – Profis und Fortgeschrittene wählen den Grind passend zu Schwung und Platzbedingungen.
Rillen und Spin
Scharfe, frische Rillen erzeugen mehr Spin – der Ball stoppt schneller auf dem Grün. Wedges nutzen sich durch häufigen Einsatz ab; Vielspieler tauschen sie deshalb öfter als andere Schläger.
Einsteiger: Erst ein Sand Wedge
Wenn in deinem Satz nur ein Pitching Wedge ist, ist ein Sand Wedge mit viel Bounce die wichtigste Ergänzung. Es hilft enorm im Bunker und bei kurzen Pitches. Welcher Satz zu dir passt, erklären wir in der Kaufberatung Golfschläger-Set für Einsteiger.
Wedges für Einsteiger
Cleveland Smart Sole 4.0
Das Smart Sole ist speziell für Golfer gemacht, die mit Chips und Bunkerschlägen kämpfen. Die extrem breite Sohle gleitet durch Sand und Gras, statt sich einzugraben – das macht es zu einem der verzeihendsten Wedges auf dem Markt.
Das spricht dafür
- Extra breite, dreistufige Sohle für maximale Fehlertoleranz
- Hilft aus Fairway, Rough und Bunker
- Aggressiv gefräste Rillen
Gut zu wissen
- Breite Sohle ist optisch ungewohnt
- Weniger vielseitig als klassische Wedges
Cleveland CBX4 ZipCore Damen (Graphit)
Ein fehlerverzeihendes Wedge mit Hohlraumrücken und leichtem Graphitschaft – ideal für Golferinnen, deren Eisensatz ebenfalls Hohlraum-Eisen enthält.
Das spricht dafür
- Hohlraum-Design für mehr Fehlertoleranz
- Graphitschaft für leichteren Schwung
- Sohlenform passend zum Loft
Gut zu wissen
- Weniger Gefühl als klassische Blade-Wedges
Wilson Harmonized Wedge (56°)
Ein einfaches, günstiges Sand Wedge für Einsteiger. Achtung: Das verlinkte Angebot ist die Linkshänder-Variante – Rechtshänder wählen auf Amazon die entsprechende Variante.
Das spricht dafür
- Großzügiger Sweetspot
- Einfaches, benutzerfreundliches Design
- Sehr günstig
Gut zu wissen
- Dieses Angebot ist die Linkshänder-Version – auf die richtige Hand achten
Wedges für ambitionierte Golfer
Cleveland RTX6 ZipCore (58°)
Cleveland gilt als einer der Wedge-Spezialisten schlechthin. Das RTX6 ZipCore ist ein vielseitiges Wedge für ambitionierte Golfer, die maximalen Spin und Kontrolle ums Grün suchen.
Das spricht dafür
- HydraZip-Schlagfläche für Spin auch bei Nässe
- UltiZip-Rillen: scharf, tief, eng
- ZipCore für optimierten Schwerpunkt
Gut zu wissen
- Weniger verzeihend als Smart Sole oder CBX
Cleveland CBZ Full-Face (54°)
Die Full-Face-Variante hat Rillen bis zur Spitze – ideal für Golfer, die die Schlagfläche gern öffnen und kreative Schläge rund ums Grün spielen.
Das spricht dafür
- Rillen über die ganze Schlagfläche (Full Face)
- Weichere Z-Legierung für besseres Gefühl
- ZipCore und HydraZip
Gut zu wissen
- Etwas teurer
Titleist Vokey SM9 (58°, S-Grind)
Vokey-Wedges von Titleist sind auf den Profitouren allgegenwärtig. Das SM9 bietet eine enorme Auswahl an Loft-, Bounce- und Grind-Kombinationen. Das verlinkte Modell mit 58° und S-Grind ist ein vielseitiges Lob Wedge für normale bis feste Bedingungen.
Das spricht dafür
- Progressiver Schwerpunkt für Flug und Kontrolle
- Spin-Milled-Rillen und Mikrorillen
- S-Grind für neutrale bis feste Bedingungen
Gut zu wissen
- Hoher Preis
- Viele Loft/Bounce-Varianten – richtige Wahl nötig
Callaway CB 12 (54°, Damen)
Callaways CB-Wedges setzen auf einen Hohlraumrücken für mehr Fehlertoleranz – eine gute Wahl für Golferinnen, die ein verzeihendes Sand Wedge suchen.
Das spricht dafür
- Hohlraum-Wedge mit hoher Fehlertoleranz
- Damenversion
- Direkt als Sand-Wedge-Loft
Gut zu wissen
- Wenige Herstellerangaben
Alternative: der Chipper
Longridge Zwei-Wege-Chipper
Ein Chipper ist eine Mischung aus Putter und Eisen: Man spielt ihn mit einer Puttbewegung, der Ball springt kurz und rollt dann aus. Für Golfer, die beim Chippen unsicher sind, eine einfache Lösung – allerdings mit einer Einschränkung: Da dieser Chipper zwei Schlagflächen hat, ist er nach den Golfregeln im Turnier in der Regel nicht zulässig (zwei Schlagflächen sind nur beim Putter erlaubt). Für Privatrunden und das Training zu Hause ist er trotzdem eine gute Hilfe.
Das spricht dafür
- Für Rechts- und Linkshänder nutzbar
- Wird wie ein Putter gespielt
- Sehr günstig
Gut zu wissen
- Zwei Schlagflächen – im Turnier in der Regel nicht zulässig
- Nur für Chips rund ums Grün
Aktuelle Wedges im Golf-Fachhandel
Ergänzend zu den Amazon-Angeboten oben findest du aktuelle Schlägergenerationen oft im Golf-Fachhandel – mit größerer Auswahl an Lofts, Schäften und Linkshand-Modellen. Die folgenden Modelle führt unser Partner All4Golf; Loft, Bounce und Grind wählst du dort im Shop.
Titleist Vokey SM11 Tour Chrome
Die neueste Vokey-Generation – laut Titleist auf sauberen Kontakt, kontrollierte Flugbahn und maximalen Spin ausgelegt.
Das spricht dafür
- Aktuelle Vokey-Generation
- Viele Loft-, Bounce- und Grind-Kombinationen
Gut zu wissen
- Hoher Preis
Titleist Vokey SM10 Tour Chrome
Wer nicht die allerneueste Generation braucht, bekommt mit dem SM10 Tour-Qualität zum niedrigeren Preis.
Das spricht dafür
- Vorgängergeneration, meist günstiger
- Große Auswahl an Lofts und Grinds
Gut zu wissen
- Nicht mehr das neueste Modell
Cleveland RTZ2
Clevelands aktuelles Tour-Wedge, in das laut Hersteller mehr als 40 Jahre Wedge-Erfahrung eingeflossen sind.
Das spricht dafür
- ZipCore iQ, HydraZip und UltiZip-Rillen
- Überarbeitete Sohlenschliffe
Gut zu wissen
- Eher für geübte Spieler
Cleveland CBX4 ZipCore
Das fehlerverzeihende Cleveland-Wedge – ideal, wenn auch der Eisensatz auf Fehlertoleranz ausgelegt ist.
Das spricht dafür
- Cavity-Back-Design für mehr Fehlertoleranz
- Passt zu Cavity-Back- und Hohlkörper-Eisen
Gut zu wissen
- Weniger Feedback als Blade-Wedges
Callaway CB12
Laut Callaway entwickelt, um das kurze Spiel einfacher und konstanter zu machen.
Das spricht dafür
- Cavity-Back mit breiter Tri-Sohle
- Hilft beim Annähern, Chippen und im Bunker
Gut zu wissen
- Weniger vielseitig für Spezialschläge
Wilson Harmonized
Das preiswerte Einsteiger-Wedge – im Fachhandel in mehreren Lofts und auch für Rechtshänder erhältlich.
Das spricht dafür
- Klassische Form, Chrom-Finish
- Spezielles Sohlendesign für Vielseitigkeit
Gut zu wissen
- Einfachere Ausstattung
Häufige Fragen
Welche Wedges braucht ein Anfänger?
Zum Pitching Wedge aus dem Eisensatz reicht zunächst ein Sand Wedge mit etwa 56° und viel Bounce. Später kann ein Gap Wedge (50–52°) die Distanzlücke schließen.
Was bedeutet Bounce bei einem Wedge?
Der Bounce ist der Winkel zwischen Vorderkante und tiefstem Punkt der Sohle. Viel Bounce verhindert, dass das Wedge sich in Sand oder weiches Gras eingräbt, und macht es fehlerverzeihender.
Wie oft sollte man Wedges erneuern?
Das hängt von der Nutzung ab. Wer viel übt und spielt, merkt nach einigen Saisons, dass die Rillen weniger Spin erzeugen. Gelegenheitsgolfer können ihre Wedges deutlich länger spielen.
Sind Chipper im Turnier erlaubt?
Chipper mit nur einer Schlagfläche sind grundsätzlich erlaubt, sofern sie den Ausrüstungsregeln entsprechen. Chipper mit zwei Schlagflächen (für Rechts- und Linkshänder) sind dagegen in der Regel nicht zulässig, da nur Putter zwei Schlagflächen haben dürfen. Achte beim Kauf auf den Hinweis „regelkonform“ bzw. „conforming“.
Fazit
Für Einsteiger ist ein verzeihendes Sand Wedge mit viel Bounce – etwa das Cleveland Smart Sole – die wichtigste Ergänzung zum Eisensatz. Ambitionierte Golfer greifen zu Spin-starken Modellen wie dem Cleveland RTX6 oder dem Tour-Klassiker Titleist Vokey SM9. Das kurze Spiel übst du übrigens hervorragend zu Hause mit einem Chipping-Netz. Passend dazu: unsere Driver-Kaufberatung und Putter-Kaufberatung. Die Technik dazu erklären unsere Ratgeber Chippen & Pitchen und Bunkerschläge.
















