Golf-Glossar: Die wichtigsten Golfbegriffe von Ace bis Yardage

GolfwissenAktualisiert am 5 Min. Lesezeitvon der Redaktion

Golfer sprechen eine eigene Sprache: Da wird vom Birdie geschwärmt, über den Slice geflucht und nach dem Greenfee gefragt. Viele Begriffe kommen aus dem Englischen oder Schottischen – dem Mutterland des Golfsports.

Unser Glossar erklärt die wichtigsten Golfbegriffe verständlich, sortiert nach Themen. Ideal für Einsteiger – und für alle, die beim nächsten Gespräch mit Golf-Freunden mitreden oder ein passendes Geschenk finden möchten.

Ergebnisse und Zählweise

  • Par: die festgelegte Schlagzahl, in der ein sehr guter Spieler ein Loch spielen sollte – meist 3, 4 oder 5. Ein 18-Loch-Platz hat oft Par 70 bis 72.
  • Birdie: ein Schlag unter Par.
  • Eagle: zwei Schläge unter Par.
  • Albatros: drei Schläge unter Par – extrem selten.
  • Bogey: ein Schlag über Par. Doppelbogey: zwei Schläge über Par.
  • Hole-in-One (Ass): der Ball geht mit dem ersten Schlag vom Abschlag ins Loch. Wie man das feiert, steht bei den Hole-in-One-Geschenken.
  • Zählspiel: Alle Schläge der Runde werden addiert – wer die wenigsten braucht, gewinnt.
  • Lochspiel (Matchplay): Es wird Loch für Loch gegeneinander gespielt; wer mehr Löcher gewinnt, gewinnt das Match.
  • Stableford: Zählweise mit Punkten pro Loch, bezogen auf die persönliche Vorgabe. Mehr dazu im Handicap-Ratgeber.
  • Scramble: Team-Spielform, bei der alle abschlagen und vom besten Ball weitergespielt wird – beliebt bei Firmen- und Spaßturnieren.
  • Vierer: Zwei Spieler spielen abwechselnd einen gemeinsamen Ball.

Handicap und Platzbewertung

  • Handicap (Handicap-Index): Maß für die Spielstärke – je niedriger, desto besser. Einsteiger starten mit 54.
  • Course Rating: erwartete Schlagzahl eines sehr guten Spielers auf einem Platz.
  • Slope: Wert für die Schwierigkeit eines Platzes für Durchschnittsgolfer, Standard ist 113.
  • Vorgabe: die Schläge, die ein Spieler auf einem Platz entsprechend seinem Handicap „geschenkt“ bekommt.
  • Platzreife: Nachweis, dass jemand die Grundlagen von Spiel, Regeln und Etikette beherrscht. Mehr dazu unter Golf lernen.

Der Golfplatz

  • Abschlag (Tee): Startbereich eines Lochs. Es gibt oft mehrere Abschläge in unterschiedlichen Farben und Entfernungen.
  • Fairway: der kurz gemähte Bereich zwischen Abschlag und Grün.
  • Rough: das höhere Gras neben dem Fairway.
  • Grün: die sehr kurz gemähte Fläche rund um das Loch, auf der geputtet wird.
  • Vorgrün: der schmale Streifen rund ums Grün, etwas länger gemäht.
  • Bunker: mit Sand gefüllte Vertiefung – gefürchtet bei Einsteigern.
  • Dogleg: ein Loch, das wie ein Hundebein nach links oder rechts abknickt.
  • Aus: Bereich außerhalb des Platzes, mit weißen Pfählen markiert.
  • Penalty Area: gelb oder rot markierter Bereich wie ein Teich oder Bach. Die Regeln dazu stehen in den Golfregeln für Einsteiger.
  • Driving Range: Übungswiese zum Abschlagtraining.
  • Clubhaus: Treffpunkt mit Sekretariat, Pro-Shop und meist einem Restaurant.

Schläger und Ausrüstung

  • Driver: der längste Schläger mit dem größten Kopf, für den Abschlag. Mehr in der Driver-Kaufberatung.
  • Holz (Fairwayholz): Schläger mit großem Kopf für weite Schläge vom Fairway.
  • Hybrid: Kreuzung aus Holz und Eisen, ersetzt oft die langen Eisen – siehe Hybrid & Fairwayholz.
  • Eisen: nummerierte Schläger (meist 4 bis 9) für mittlere und kurze Distanzen. Mehr in der Eisen-Kaufberatung.
  • Wedge: Schläger mit viel Loft für kurze Schläge und den Bunker – siehe Wedge-Kaufberatung.
  • Putter: Schläger für das Grün. Blade und Mallet erklärt die Putter-Kaufberatung.
  • Loft: Neigungswinkel der Schlagfläche. Mehr Loft bedeutet höheren, kürzeren Ballflug.
  • Lie: 1. der Winkel zwischen Schaft und Sohle eines Schlägers, 2. die Lage des Balls auf dem Platz.
  • Bounce: Winkel an der Sohle eines Wedges, der das Eingraben verhindert.
  • Flex: Steifigkeit des Schafts (z. B. Ladies, Senior, Regular, Stiff).
  • Grip: der Griff am Schläger – und die Art, wie man den Schläger hält.
  • Schlägerhaube (Headcover): Schutzhülle für Schlägerköpfe, beliebt als Geschenk.
  • Tee: kleiner Stift, auf den der Ball beim Abschlag gelegt wird.
  • Pitchgabel: kleines Werkzeug zum Ausbessern von Pitchmarken auf dem Grün.
  • Ballmarker: kleine Münze, mit der die Position des Balls auf dem Grün markiert wird.
  • Trolley: Wagen für das Golfbag – als Schiebe- oder Elektro-Trolley.

Schläge und Ballflug

  • Drive: der weite Abschlag, meist mit dem Driver.
  • Annäherung (Approach): Schlag aufs Grün.
  • Chip: kurzer, flacher Schlag ums Grün, bei dem der Ball schnell ausrollt.
  • Pitch: höherer, kurzer Schlag, bei dem der Ball schnell liegen bleibt.
  • Putt: Schlag auf dem Grün, bei dem der Ball rollt.
  • Carry: die Strecke, die der Ball in der Luft zurücklegt.
  • Draw / Fade: leichte, kontrollierte Kurve nach links bzw. rechts (bei Rechtshändern).
  • Hook / Slice: starke, meist ungewollte Kurve nach links bzw. rechts (bei Rechtshändern). Der Slice ist der häufigste Fehler von Einsteigern.
  • Divot: das beim Schlag herausgeschlagene Rasenstück – es wird zurückgelegt.
  • Pitchmarke: Delle, die der Ball beim Aufprall auf dem Grün hinterlässt.
  • Spin: Drehung des Balls; Rückwärtsdrall lässt ihn auf dem Grün schneller stoppen.

Umgangssprache und Etikette

  • Fore!: Warnruf, wenn ein Ball auf Personen zufliegt.
  • Flight: Gruppe von meist zwei bis vier Spielern, die zusammen eine Runde spielen.
  • Greenfee: Gebühr für eine Runde auf einem Golfplatz.
  • Pro: der Golflehrer eines Clubs. Passende Dankeschöns gibt es bei den Geschenken für Golflehrer.
  • Ready Golf: Wer bereit ist, schlägt – für ein zügiges Spieltempo.
  • Mulligan: ein „Freischlag“, der in lockeren Privatrunden manchmal gewährt wird – nach den offiziellen Regeln nicht erlaubt.
  • Gimme: ein sehr kurzer Putt, der im Lochspiel geschenkt wird. Im Zählspiel muss jeder Ball eingelocht werden.
  • 19. Loch: augenzwinkernd für die Clubhaus-Bar nach der Runde.

Die wichtigsten Verhaltensregeln erklärt unser Ratgeber zur Golf-Etikette.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Birdie und Bogey?

Ein Birdie ist ein Schlag unter Par, also besser als vorgesehen. Ein Bogey ist ein Schlag über Par. Für Einsteiger ist ein Bogey übrigens oft schon ein gutes Ergebnis.

Was bedeutet Par beim Golf?

Par ist die Schlagzahl, die für ein Loch vorgesehen ist – meist 3, 4 oder 5, abhängig von der Länge. Die Summe aller Pars ergibt das Par des Platzes, häufig 70 bis 72.

Was ist ein Slice?

Ein Slice ist ein Schlag, bei dem der Ball stark nach rechts abdreht (bei Rechtshändern). Er entsteht meist durch eine offene Schlagfläche im Treffmoment und ist der häufigste Fehler bei Einsteigern.

Warum ruft man „Fore“?

„Fore“ warnt andere Personen vor einem heranfliegenden Ball. Wer den Ruf hört, sollte sich ducken und den Kopf schützen.

Fazit

Mit diesen Begriffen verstehst du fast jedes Gespräch auf dem Golfplatz – von Par, Birdie und Bogey über Loft und Bounce bis zum 19. Loch. Wer tiefer einsteigen möchte, findet die wichtigsten Grundlagen in unseren Ratgebern zum Handicap, zu den Golfregeln und zum Weg zur Platzreife.

Titelbild: „Golf ball on tee“ von Stefanschenkon, CC0, via Wikimedia Commons (verkleinert)

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