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Golf ist einer der wenigen Sportarten, die Kinder, Eltern und Großeltern gemeinsam spielen können – auf demselben Platz und mit echtem Spaß für alle. Dank des Handicap-Systems können sogar Generationen fair gegeneinander antreten.
Doch ab wann können Kinder Golf spielen, wie lernen sie es am besten, und welche Ausrüstung brauchen sie? Dieser Ratgeber gibt Eltern und Großeltern Orientierung.
Ab welchem Alter können Kinder Golf spielen?
- Ab etwa 3 bis 5 Jahren können Kinder spielerisch mit Plastik- oder Kinderschlägern den Ball schlagen – im Garten, mit einem Minigolf-Loch oder auf der Wiese.
- Ab etwa 5 bis 7 Jahren bieten viele Golfclubs Kindertraining in Gruppen an – meist mit viel Spiel und Bewegung.
- Ab etwa 8 bis 10 Jahren können viele Kinder gezielter trainieren und die Platzreife ablegen.
Wichtiger als das Alter sind Konzentrationsfähigkeit und Freude an der Sache. Kinder sollten nicht zum Golf gedrängt werden – dann bleibt die Begeisterung oft am längsten erhalten.
Wie Kinder Golf lernen
- Spielerisch statt technisch: Zielspiele, Wettbewerbe und kleine Parcours motivieren mehr als Techniktraining.
- Kurze Einheiten: 30 bis 60 Minuten reichen für jüngere Kinder völlig aus.
- Kurzes Spiel zuerst: Putten und Chippen bringen schnelle Erfolgserlebnisse.
- Gemeinsam mit anderen Kindern: Das Jugendtraining im Club ist nicht nur lehrreich, sondern auch sozial wertvoll.
- Kurzplätze nutzen: Viele Anlagen haben Kurzplätze mit kürzeren Löchern – ideal für die ersten Runden.
Jugendangebote im Club nachfragen
Viele Golfclubs haben eigene Jugendabteilungen mit Training, Schnuppertagen und vergleichsweise günstigen Jugendmitgliedschaften. Ein Anruf im Sekretariat lohnt sich – oft dürfen Kinder erst einmal kostenlos oder günstig reinschnuppern.
Die richtige Ausrüstung
Kinder brauchen Kinderschläger – keine gekürzten Erwachsenenschläger. Erwachsenenschläger sind auch gekürzt zu schwer und zu steif, das verdirbt Schwung und Spaß. Kinderschläger werden nach Körpergröße ausgewählt, nicht nur nach Alter.
Ein Halbsatz aus Holz, einem oder zwei Eisen und Putter reicht für den Anfang völlig. Dazu kommen:
- Bequeme Sportkleidung und Turnschuhe (Golfschuhe sind anfangs nicht nötig)
- Eine Kappe und Sonnencreme
- Eine Trinkflasche
Precise X7 Junior-Golfschlägerset
Ein durchdachtes Junior-Set, das es passend zur Körpergröße gibt – eine gute Wahl, wenn das Kind ernsthaft mit Golf anfängt.
Das spricht dafür
- In drei Altersgruppen/Größen, für Rechts- und Linkshänder
- Leichte Graphitschäfte, extra Loft für leichteres Abheben
- Mit Standbag mit Rucksackgurten
Gut zu wissen
- Kind wächst irgendwann heraus
Longridge Junior Tiger (3–5 Jahre)
Für die ganz Kleinen: ein leichtes Set für die ersten Schläge im Garten oder auf der Range.
Das spricht dafür
- Holz, Eisen und Putter für die Kleinsten
- Weiches Bag mit gepolstertem Gurt
Gut zu wissen
- Nur für eine kleine Altersspanne
Weitere Ideen – vom Spielzeug-Golfset bis zur Kinder-Golfuhr – findest du bei den Golf-Geschenken für Kinder.
Sicherheit geht vor
- Abstand halten: Kinder müssen lernen, dass niemand in der Nähe eines schwingenden Schlägers stehen darf.
- Erst schauen, dann schlagen: Vor jedem Schlag prüfen, ob die Schlagrichtung frei ist.
- Aufsicht: Jüngere Kinder sollten auf der Range und auf dem Platz beaufsichtigt werden.
Die wichtigsten Verhaltensregeln erklärt unser Ratgeber zur Golf-Etikette.
Tipps für Eltern und Großeltern
- Vorbild sein: Geduld und Humor nach schlechten Schlägen übertragen sich.
- Loben statt korrigieren: Technik ist Aufgabe des Trainers – Eltern sorgen für Spaß.
- Gemeinsam spielen: Eine kurze Runde auf dem Kurzplatz oder ein Putt-Wettbewerb auf dem Übungsgrün schafft gemeinsame Erlebnisse.
- Zu Hause üben: Eine Puttingmatte im Wohnzimmer ist ideal für kleine Wettbewerbe.
Junior-Sets im Golf-Fachhandel
Markenhersteller bieten eigene Junior-Serien in mehreren Größenstufen an. Die folgenden Sets führt unser Partner All4Golf – die passende Stufe richtet sich nach der Körpergröße des Kindes.
Callaway XJ Junior Level 1 (5-teilig)
Laut Callaway ein Premium-Einstieg für junge Golfer mit altersgerechten Spezifikationen.
Das spricht dafür
- Leichte Schläger mit Graphitschäften
- Fehlerverzeihende Köpfe
Gut zu wissen
- Kind wächst heraus
Callaway XJ Junior Level 2 (7-teilig)
Für Kinder, die bereits spielen und ihr Spiel weiterentwickeln möchten.
Das spricht dafür
- Mehr Schläger für Kinder mit erster Erfahrung
- Leicht und fehlerverzeihend
Gut zu wissen
- Größenangaben im Shop prüfen
Callaway XJ Junior Level 3 (8-teilig)
Die größte Stufe der Serie für Nachwuchsgolfer mit wachsendem Anspruch.
Das spricht dafür
- Umfangreichstes Set der Serie
- Für Kinder mit soliden Grundkenntnissen
Gut zu wissen
- Höherer Preis
Häufige Fragen
Ab welchem Alter kann ein Kind Golf spielen?
Spielerisch ab etwa 3 bis 5 Jahren. Strukturiertes Gruppentraining bieten viele Clubs ab etwa 5 bis 7 Jahren an. Entscheidend sind Spaß und Konzentrationsfähigkeit, nicht das genaue Alter.
Kann mein Kind mit gekürzten Erwachsenenschlägern spielen?
Davon ist abzuraten. Gekürzte Erwachsenenschläger sind zu schwer und haben zu steife Schäfte. Leichte Kinderschläger, passend zur Körpergröße, machen das Lernen deutlich leichter.
Brauchen Kinder eine Platzreife?
Für die meisten regulären Golfplätze ja. Viele Clubs bieten aber altersgerechte Wege dorthin an und lassen Kinder auf Kurzplätzen oder in Begleitung spielen. Die Regeln des jeweiligen Clubs erfährst du im Sekretariat.
Ist Golf für Kinder teuer?
Viele Clubs bieten günstige Jugendmitgliedschaften und Kindertraining an. Die Ausrüstung kann klein anfangen – ein Junior-Halbsatz reicht für die ersten Jahre.
Fazit
Golf mit Kindern gelingt am besten spielerisch, in kurzen Einheiten und mit passender Ausrüstung: leichte Kinderschläger nach Körpergröße, ein Jugendtraining im Club und viel Lob. Und das Schönste: Golf ist ein Sport, den die ganze Familie gemeinsam spielen kann. Wie es danach weitergeht, erklärt unser Ratgeber Golf lernen.
Titelbild: „Junior left-handed golf clubs (1)“ von Junior_left-handed_golf_clubs.jpg: Dave Tanchak derivative work: Andrzej 22 (talk), CC BY 2.0, via Wikimedia Commons (verkleinert)







