Bunkerschläge lernen: So kommst du sicher aus dem Sand

GolfwissenAktualisiert am 3 Min. Lesezeitvon der Redaktion

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Für viele Einsteiger ist der Bunker der gefürchtetste Ort auf dem Golfplatz. Dabei ist der klassische Bunkerschlag rund ums Grün gar nicht so schwer – wenn man einmal verstanden hat, dass man den Ball gar nicht direkt treffen soll.

Dieser Ratgeber erklärt die Technik für die wichtigsten Bunkersituationen, die Regeln im Sand und passende Übungen. Die Beschreibungen gelten für Rechtshänder.

Das Prinzip: Den Sand treffen, nicht den Ball

Beim Grünbunkerschlag trifft der Schläger den Sand einige Zentimeter hinter dem Ball. Der Sand trägt den Ball dann aus dem Bunker – der Schläger berührt den Ball im Idealfall gar nicht. Deshalb nennt man den Schlag auch „Explosionsschlag“.

Das Werkzeug dafür ist das Sand Wedge: Seine breite Sohle mit viel Bounce gleitet durch den Sand, statt sich einzugraben. Mehr dazu in der Wedge-Kaufberatung.

Der Grünbunkerschlag Schritt für Schritt

  1. Stand: etwas breiter als beim normalen Pitch, die Füße fest in den Sand eindrehen – das gibt Halt und senkt den tiefsten Punkt des Schwungs.
  2. Schlagfläche öffnen: Das Schlägerblatt vor dem Greifen leicht öffnen. So kommt der Bounce zur Geltung und der Ball fliegt höher.
  3. Ballposition: leicht vor der Standmitte.
  4. Ziel im Sand: eine Stelle wenige Zentimeter hinter dem Ball ins Auge fassen.
  5. Schwung: ein vollerer Schwung als bei einem Pitch der gleichen Länge – der Sand bremst viel Energie.
  6. Durchschwingen: Nicht im Sand stehen bleiben! Der Schwung endet in einem vollständigen Finish.

Mut zum Durchschwung

Der häufigste Fehler im Bunker ist ein zu zaghafter Schwung. Aus Angst, zu weit zu schlagen, wird die Bewegung abgebremst – und der Ball bleibt im Bunker. Der Sand schluckt viel Energie, deshalb darf der Schwung kräftiger sein als gedacht.

Das „Spiegelei“: Eingegrabener Ball

Steckt der Ball tief im Sand, hilft die normale Technik nicht. Dann gilt:

  • Schlagfläche gerade oder sogar leicht geschlossen halten.
  • Steiler ausholen und kräftig hinter dem Ball in den Sand schlagen.
  • Der Ball kommt flacher heraus und rollt länger – das einplanen.

Der Fairwaybunker

Im Fairwaybunker ist das Ziel ein anderes: Hier soll der Ball weit fliegen. Deshalb gilt das Gegenteil des Grünbunkerschlags:

  • Ball zuerst treffen, möglichst wenig Sand.
  • Einen Schläger mehr nehmen und etwas kürzer greifen.
  • Ruhiger Unterkörper, stabiler Stand.
  • Auf die Bunkerkante achten: Genug Loft wählen, damit der Ball sicher über die Kante kommt.

Die Regeln im Bunker

  • Der Schläger darf den Sand vor dem Schlag nicht berühren – weder beim Ansprechen noch im Rückschwung. Sonst gibt es Strafschläge.
  • Lose hinderliche Naturstoffe wie Blätter und Steinchen dürfen entfernt werden.
  • Ein unspielbarer Ball im Bunker: Gegen einen Strafschlag darf man innerhalb des Bunkers droppen oder von der Stelle des vorherigen Schlags erneut spielen, gegen zwei Strafschläge auch hinter dem Bunker droppen.

Details erklären unsere Golfregeln für Einsteiger. Und nach dem Schlag gilt die Etikette: Bunker harken – siehe Golf-Etikette.

Übungen für den Bunker

  1. Linie im Sand: Eine Linie in den Sand ziehen und versuchen, genau dort den Sand zu treffen – erst ohne, dann mit Ball.
  2. Sand aufs Grün: Ohne Ball schwingen und so viel Sand wie möglich aufs Grün befördern.
  3. Verschiedene Längen: Den gleichen Schwung mit unterschiedlich weit geöffneter Schlagfläche probieren.
Für Einsteiger

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Häufige Fragen

Wie weit hinter dem Ball soll ich in den Sand schlagen?

Beim normalen Grünbunkerschlag wenige Zentimeter hinter dem Ball. Wichtiger als der genaue Abstand ist ein kräftiger, durchgezogener Schwung.

Welcher Schläger ist für den Bunker am besten?

Für Grünbunker das Sand Wedge mit viel Bounce. Im Fairwaybunker wählt man einen Schläger, mit dem der Ball sicher über die Bunkerkante kommt und genug Länge erreicht.

Darf ich im Bunker den Sand berühren?

Mit dem Schläger nicht vor dem Schlag – weder beim Ansprechen noch beim Rückschwung. Die Füße darf man zum festen Stand in den Sand eindrehen.

Fazit

Aus dem Grünbunker kommst du mit geöffneter Schlagfläche, einem Treffpunkt hinter dem Ball im Sand und einem entschlossenen Durchschwung. Im Fairwaybunker gilt das Gegenteil: Ball zuerst. Mit etwas Übung wird der Bunker so vom Angstgegner zur lösbaren Aufgabe. Weiter geht es mit dem kurzen Spiel und dem Ratgeber Putten lernen.

Titelbild: „DZ6 2477 Sun blazing over a pristine sand bunker on a perfectly manicured golf course“ von PattayaPatrol, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (verkleinert)

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