Golf bei Regen und Wind: So spielst du bei schlechtem Wetter gut

GolfwissenAktualisiert am 3 Min. Lesezeitvon der Redaktion

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In Deutschland ist das Wetter selten perfekt – und wer nur bei Sonnenschein spielt, verpasst viele Runden. Mit der richtigen Ausrüstung und ein paar taktischen Anpassungen macht Golf auch bei Regen und Wind Spaß. Und oft sind die Plätze dann angenehm leer.

Die Ausrüstung für Regen

  • Wasserdichte Regenjacke und -hose: Atmungsaktiv und leise im Schwung – Modelle im Vergleich in der Kaufberatung Golf-Regenbekleidung.
  • Großer Golfschirm: Hält Spieler und Bag trocken – siehe Golfschirm-Kaufberatung.
  • Mehrere Handtücher: Eines für die Griffe, eines für Ball und Schläger – am besten eines unter dem Schirm.
  • Wechselhandschuhe oder Regenhandschuhe: Spezielle Regenhandschuhe werden paarweise getragen und greifen nass sogar besser – mehr im Golfhandschuh-Ratgeber.
  • Wasserdichte Golfschuhe: Siehe Golfschuhe-Ratgeber.
  • Regenhaube fürs Bag, damit Griffe und Schläger trocken bleiben.

ProQuip Nevtec Regenjacke

Eine leichte Regenjacke, die im Schwung nicht raschelt – der wichtigste Baustein für nasse Runden.

Das spricht dafür

  • Laut Hersteller 2 Jahre Wasserdicht-Garantie
  • „Swing Silent“-Technologie für leises Material
  • Leichte Bauweise

Gut zu wissen

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G4Free Golfschirm 62 Zoll

Ein großer Schirm mit doppeltem Dach, das Windböen durchlässt, statt umzuklappen.

Das spricht dafür

  • Doppeltes Schirmdach für Windstabilität
  • Glasfaserrahmen, automatisches Öffnen
  • In vielen Farben erhältlich

Gut zu wissen

  • Groß – nicht für die Handtasche
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Spieltipps bei Regen

  • Griffe trocken halten: Nasse Griffe sind der größte Feind. Zwischen den Schlägen Handtuch und Schirm nutzen.
  • Einen Schläger mehr nehmen: Ein nasser Ball, schwere Kleidung und weiche Fairways, auf denen der Ball kaum ausrollt, kosten Länge.
  • Ball sauber treffen: Auf nassem Boden gräbt sich der Schläger leichter ein. Etwas weiter vorne im Stand greifen und den Ball eher „sauber vom Rasen nehmen“.
  • Aufs Grün fliegen statt rollen: Nasse Grüns sind langsamer und bremsen den Ball schnell – der Ball rollt kaum aus.
  • Langsamer putten? Fester putten! Auf nassen Grüns braucht der Putt mehr Tempo.

Spieltipps bei Wind

  • „When it’s breezy, swing easy“: Ein ruhiger Schwung erzeugt weniger Spin – und der Wind hat weniger Angriffsfläche.
  • Gegenwind: Einen oder mehrere Schläger mehr nehmen, den Ball flacher spielen, etwa weiter hinten im Stand.
  • Rückenwind: Der Ball fliegt weiter und rollt mehr aus – kürzeren Schläger wählen.
  • Seitenwind: Den Wind einplanen und entsprechend zur Seite zielen.
  • Tee niedriger: Mit dem Driver bei Gegenwind etwas niedriger aufteen.
  • Stabiler Stand beim Putten: Etwas breiter stehen, damit der Wind den Körper nicht bewegt.

Gewitter: Sofort den Platz verlassen

Bei Gewitter ist ein Golfplatz gefährlich – offene Flächen, einzelne Bäume und Metallschläger. Viele Clubs haben ein Warnsignal, bei dem das Spiel sofort unterbrochen wird. Schutz suchen in Gebäuden oder Schutzhütten mit Blitzschutz, nicht unter einzelnen Bäumen.

Regeln bei nassem Platz

  • Zeitweiliges Wasser: Pfützen, die sichtbar sind oder beim Hinstellen entstehen, gelten als ungewöhnliche Platzverhältnisse – du bekommst straflose Erleichterung. Auch auf dem Grün.
  • Eingebetteter Ball: Steckt der Ball im Gelände in seinem eigenen Einschlagloch, darfst du ihn straflos aufnehmen, reinigen und droppen.
  • Besserlegen: Bei sehr nassen Bedingungen erlauben Clubs oft per Platzregel, den Ball auf kurz gemähten Flächen aufzunehmen, zu reinigen und in der Nähe hinzulegen. Das steht dann am Aushang oder auf der Scorekarte.

Mehr Regeln in unserem Ratgeber Golfregeln für Einsteiger.

Häufige Fragen

Kann man bei Regen Golf spielen?

Ja, mit wasserdichter Kleidung, Schirm und Handtüchern ist Golf bei Regen gut möglich. Nur bei Gewitter oder wenn der Club den Platz sperrt, ist Schluss.

Wie viele Schläger mehr nimmt man bei Gegenwind?

Das hängt von der Windstärke ab – bei spürbarem Gegenwind oft einen, bei starkem Wind auch zwei oder mehr. Ein ruhiger Schwung und eine flachere Flugbahn helfen zusätzlich.

Bekomme ich Erleichterung von einer Pfütze?

Ja. Zeitweiliges Wasser gilt als ungewöhnliche Platzverhältnisse. Du darfst den Ball straflos an der nächstgelegenen Stelle ohne Behinderung droppen.

Fazit

Golf bei schlechtem Wetter gelingt mit wasserdichter Kleidung, einem großen Schirm und trockenen Griffen. Taktisch gilt: bei Regen einen Schläger mehr und aufs Grün fliegen, bei Wind ruhig schwingen und flacher spielen. Und bei Gewitter immer sofort vom Platz. Für die kalte Jahreszeit hilft zusätzlich unsere Wintergolf-Ausrüstung.

Titelbild: „Rain and track over Eastbourne Downs golf club - geograph.org.uk - 8344871“ von DS Pugh, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons (verkleinert)

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