Golfplatz-Typen: Links, Parkland, Heide, Wald und Berg erklärt

GolfwissenAktualisiert am 3 Min. Lesezeitvon der Redaktion

Kein Golfplatz gleicht dem anderen – und genau das macht den Reiz des Spiels aus. Je nach Landschaft, Boden und Klima entstehen ganz unterschiedliche Plätze: windige Küstenplätze in den Dünen, gepflegte Parklandschaften, sandige Heideplätze oder spektakuläre Bergplätze.

Dieser Ratgeber stellt die wichtigsten Golfplatz-Typen vor – nützlich für die nächste Golfreise und für alle, die mitreden möchten, wenn Golfer von ihrem Lieblingsplatz schwärmen.

Linksplatz: Die Urform des Golfsports

Linksplätze liegen an der Küste, auf sandigem Land zwischen Meer und Hinterland – das schottische Wort „links“ bezeichnet genau dieses Dünengelände. Hier ist Golf entstanden, und viele der berühmtesten Plätze der Welt sind Linksplätze.

Typisch sind:

  • Kaum Bäume, stattdessen Dünen, Gräser und Ginster.
  • Harter, schnell ablaufender Sandboden – der Ball rollt weit.
  • Wind als ständiger Mitspieler.
  • Tiefe, kleine Topfbunker.

Auf Linksplätzen spielt man oft flach: Der Ball wird aufs Grün gerollt statt hoch hineingeschlagen.

Parkland: Der Klassiker im Binnenland

Die meisten Plätze in Deutschland sind Parkland-Plätze: Sie liegen in parkähnlicher Landschaft mit alten Bäumen, sattem Grün und oft Teichen. Die Fairways sind weich, der Ball bleibt eher liegen, und Schläge werden hoch aufs Grün gespielt. Bäume säumen die Spielbahnen und bestrafen ungenaue Schläge.

Heideplatz: Sandboden und Heidekraut

Heideplätze (englisch „Heathland“) liegen auf sandigem Boden mit Heidekraut, Kiefern und Birken. Sie verbinden Eigenschaften von Links- und Parklandplätzen: Der Boden ist durchlässig und oft auch nach Regen gut bespielbar, Heide und Ginster säumen die Fairways. In Deutschland findet man solche Plätze vor allem in Regionen mit sandigen Böden.

Waldplatz

Bei Waldplätzen verlaufen die Spielbahnen wie Schneisen durch den Wald. Die Plätze sind oft windgeschützt und ruhig – verlangen aber Präzision, denn ein verzogener Ball landet schnell zwischen den Bäumen.

Bergplatz

Bergplätze, etwa in den Alpen, bieten spektakuläre Ausblicke, aber auch Herausforderungen: Hanglagen, große Höhenunterschiede und die dünnere Luft in der Höhe, in der der Ball weiter fliegt. Ein Elektro-Trolley oder Cart erleichtert die Runde.

Wüstenplatz

In heißen Regionen entstehen Wüstenplätze: Grüne, bewässerte Spielbahnen liegen inmitten von Sand und Felsen. Alles außerhalb der Fairways ist oft unspielbar – Präzision zählt.

Typen verschwimmen

Viele Plätze lassen sich nicht eindeutig einordnen. Ein Platz kann Parkland-Charakter mit Heide-Elementen haben oder als „Inland Links“ im Binnenland die Merkmale eines Linksplatzes nachahmen.

Anlagen nach Größe

  • 18-Loch-Platz: der Standard für eine volle Runde, meist Par 70 bis 72.
  • 9-Loch-Platz: eine halbe Runde – ideal für den Feierabend. Für eine volle Runde spielt man die neun Löcher zweimal.
  • Kurzplatz: kurze Löcher, oft nur Par 3 – ideal für Einsteiger, Kinder und das Training des kurzen Spiels. Viele Kurzplätze sind auch ohne Platzreife bespielbar; das regeln die Clubs unterschiedlich.
  • Pitch & Putt: sehr kurze Löcher, oft mit nur zwei Schlägern gespielt.

Tipps für unbekannte Plätze

  • Scorekarte und Platzregeln lesen – oft mit Hinweisen zu Aus, Penalty Areas und Besonderheiten.
  • Bahnen vorher ansehen: Viele Clubs zeigen die Löcher auf ihrer Website, GPS-Uhren zeigen Hindernisse und Entfernungen – siehe GPS-Golfuhr-Kaufberatung.
  • Auf Wind einstellen: Besonders auf Links- und Heideplätzen.
  • Ausrüstung für die Reise: alles zur Anreise im Ratgeber Golfreise-Zubehör.

Häufige Fragen

Was ist ein Linksplatz?

Ein Golfplatz an der Küste auf sandigem Dünengelände, meist ohne Bäume, mit hartem Boden, viel Wind und tiefen Topfbunkern. Linksplätze gelten als Urform des Golfsports.

Was ist der Unterschied zwischen Parkland und Links?

Parkland-Plätze liegen im Binnenland mit Bäumen, weichen Fairways und oft Teichen, der Ball wird hoch gespielt. Linksplätze liegen an der Küste, haben harten Boden und viel Wind – dort wird oft flach gespielt.

Darf man auf einem Kurzplatz ohne Platzreife spielen?

Auf vielen Kurzplätzen ja – das regelt jeder Club selbst. Für die meisten regulären Plätze ist die Platzreife Voraussetzung. Mehr dazu unter Golf lernen.

Fazit

Vom windigen Linksplatz an der Küste über den klassischen Parkland-Platz bis zum Heide-, Wald- oder Bergplatz – jeder Typ verlangt eine eigene Spielweise. Gerade das macht Golfreisen so reizvoll. Eine Golfreise ist übrigens auch eine schöne Idee bei den Golf-Geschenken für Paare. Wie alles begann, erzählt unser Ratgeber zur Geschichte des Golfsports.

Titelbild: „Cullen - Links Golf Course - geograph.org.uk - 7844271“ von Colin Smith, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons (verkleinert)

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