Kurzes Spiel: Chippen und Pitchen einfach erklärt

GolfwissenAktualisiert am 3 Min. Lesezeitvon der Redaktion

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Wer sein Handicap verbessern möchte, findet die meisten gesparten Schläge nicht beim Drive, sondern rund ums Grün. Freizeitgolfer treffen viele Grüns nicht direkt – umso wichtiger ist es, den Ball von dort sicher nah an die Fahne zu bringen.

Das kurze Spiel besteht vor allem aus zwei Schlägen: dem Chip und dem Pitch. Dieser Ratgeber erklärt den Unterschied, die Technik und die besten Übungen. Die Beschreibungen gelten für Rechtshänder.

Chip oder Pitch – was ist der Unterschied?

ChipPitch
FlugbahnFlach, kurze FlugphaseHoch, längere Flugphase
AusrollenViel – der Ball rollt wie ein PuttWenig – der Ball bleibt schneller liegen
SchwungKurz, wie ein Putt mit LoftGrößer, mit Handgelenkswinkel
Wann?Viel Grün zwischen Ball und Fahne, nichts im WegHindernis im Weg (Bunker, Rough) oder wenig Grün zur Fahne

Faustregel: So flach wie möglich, so hoch wie nötig. Ein rollender Ball ist leichter zu kontrollieren als ein fliegender – deshalb ist der Chip die erste Wahl, wenn nichts im Weg ist.

Der Chip: Technik

  • Stand: schmal, die Füße leicht zum Ziel geöffnet.
  • Ballposition: eher im hinteren Teil des Stands.
  • Gewicht: überwiegend auf dem vorderen (linken) Fuß – und dort bleibt es.
  • Hände: leicht vor dem Ball.
  • Bewegung: eine ruhige Pendelbewegung aus den Schultern, fast ohne Handgelenke – ähnlich wie beim Putten.

Schlägerwahl: Je mehr Grün zwischen Ball und Fahne liegt, desto weniger Loft. Mit einem 7er- oder 8er-Eisen rollt der Ball weit, mit dem Pitching Wedge weniger. Viele Golfer spielen alle Chips mit einem Schläger und variieren nur die Länge des Schwungs – beides funktioniert.

Der Pitch: Technik

  • Schläger: Pitching Wedge, Gap Wedge oder Sand Wedge – mehr zu Wedges in der Wedge-Kaufberatung.
  • Stand: etwas breiter als beim Chip, Ball mittig.
  • Bewegung: Die Handgelenke winkeln im Rückschwung an, der Körper dreht mit. Der Schwung ist gleichmäßig lang im Rück- und Durchschwung.
  • Länge steuern: Über die Länge des Rückschwungs – etwa „bis zur Hüfte“, „bis zur Brust“ und „bis zur Schulter“. So entstehen feste Distanzen, die man auf der Range kennenlernt.

Nicht löffeln!

Der häufigste Fehler im kurzen Spiel: Man versucht, den Ball mit den Händen „hochzulöffeln“. Dabei sorgt der Loft des Schlägers ganz allein für die Flughöhe. Hände vor dem Ball lassen und die Bewegung durchziehen – der Ball fliegt dann von selbst.

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Übungen fürs kurze Spiel

  1. Landepunkt-Übung: Ein Handtuch auf das Grün legen und versuchen, den Ball darauf landen zu lassen. So lernst du, wie weit der Ball nach der Landung rollt.
  2. Leiter-Übung: Mehrere Ziele in unterschiedlichen Entfernungen – der Reihe nach anspielen, ohne den Schläger zu wechseln.
  3. Ein Ball, viele Lagen: Den Ball aus unterschiedlichen Lagen spielen – kurzes Gras, Rough, Hanglage.
  4. Rauf und rein: Einen Chip und einen Putt spielen – wie viele von zehn Versuchen gelingen in zwei Schlägen?

Zu Hause lässt sich das Chippen mit einem kleinen Netz trainieren – mehr im Ratgeber Golf-Training zu Hause.

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Häufige Fragen

Wann chippe ich und wann pitche ich?

Chippen, wenn viel Grün zwischen Ball und Fahne liegt und nichts im Weg ist. Pitchen, wenn ein Hindernis überspielt werden muss oder der Ball schnell liegen bleiben soll.

Mit welchem Schläger chippt man?

Mit einem Eisen oder Wedge, je nach gewünschtem Ausrollen: Mit weniger Loft (z. B. 8er-Eisen) rollt der Ball weiter, mit mehr Loft (Wedge) weniger. Viele Golfer spielen die meisten Chips mit dem Pitching Wedge.

Warum treffe ich beim Chippen oft fett?

Häufig liegt das Gewicht zu weit hinten oder die Hände versuchen, den Ball hochzulöffeln. Gewicht vorne lassen, Hände vor dem Ball und eine ruhige Schulterbewegung helfen.

Fazit

Das kurze Spiel ist der schnellste Weg zu einem besseren Score. Chippen, wenn nichts im Weg ist, pitchen, wenn der Ball fliegen muss – und in beiden Fällen: Gewicht vorne, Hände vor dem Ball, nicht löffeln. Weiter geht es mit Bunkerschlägen und dem Ratgeber Putten lernen.

Titelbild: „Devil Dog Open drives Marines to the links 130426-M-FL266-018“ von Lance Cpl. Glen Santy, Public domain, via Wikimedia Commons (verkleinert)

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